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Den Alkoholkonsum in den Griff bekommen
Von Dr. Fred Anton

 

Sie trinken ab und zu mehr, als Sie eigentlich wollen?

Sie machen sich Gedanken darüber, ob Sie alkoholkrank sind?

 

Dann haben Sie zwei Möglichkeiten:
1.      Sie nehmen sich vor, nur noch kontrolliert zu trinken,
2.      Sie leben alkoholfrei.

 

Kontrolliertes Trinken

Maßstab für Kontrolliertes Trinken sind diejenigen Trinkmengen, die von der Weltgesundheits-organisation (WHO) als unbedenklich veröffentlicht wurden. Die neuesten Zahlen: 20 Gramm Alkohol pro Tag bei Männern, 10 Gramm bei Frauen; zwei alkoholfreie Tage je Woche. Das entspricht einem Glas Wein bei Männern (0,2 l), einem halben Glas Wein bei Frauen - oder einem Bier 0,4 bei Männern, 0,2 bei Frauen.

Insgesamt sind das wegen der trinkfreien Tage also nur 1 Flasche Wein pro Woche bei Männern, ½ Flasche Wein bei Frauen.

Versuchen Sie, diese Maximalmengen einzuhalten und möglichst zu untertreffen! Nehmen Sie eine Karteikarte und notieren Sie täglich Ihren Konsum an Alkohol. Seien Sie dabei ehrlich!

Wenn Sie hiermit klarkommen - Herzlichen Glückwunsch. Sie brauchen nicht weiterzulesen und sich nicht intensiver mit dem Thema "Alkohol" zu befassen.

 

Wenn Ihnen dieser jedoch Weg schwerfällt, können Sie es mit professioneller Hilfe versuchen:

http://www.kontrolliertes -trinken.de.

 

Wenn Sie auch auf diesem Weg nicht vorankommen, dann ist für Sie folgender Weg richtig:

 

Alkoholfrei leben!

 

Alkoholsucht ist ein schleichender, sich ggf. immer weiter verstärkender Prozess. Er kann sich über viele Jahre erstrecken und seine Geschwindigkeit ist von vielen Faktoren abhängig. Sie sollten also auf jeden Fall etwas unternehmen.

Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht:

Wenn Sie die folgende Anleitung lesen, werden Sie erfahren, dass ein alkoholfreies Leben keinerlei Verzicht bedeutet. Denn die angeblichen Vorteile des Alkohols sind in Wirklichkeit nur eingebildet. Es sind alles nur Illusionen, die Ihnen durch Werbegetrommel eingetrichtert wurden und die bei genauer Analyse zerplatzen wie Seifenblasen.

Ich behaupte nicht, dass dieses der einzige Weg aus der Sucht ist. Auf jeden Fall ist es der kürzeste, den es gibt. Und ich meine, man sollte zunächst den direkten Weg gehen. Er ist jedoch nicht leicht. Denn zunächst brauchen Sie dafür Aufgeschlossenheit, die Bereitschaft alles unten stehende unvoreingenommen zu lesen.  

 

Wie funktioniert der Weg aus der Alkoholfalle?

 

Im Schritt 1 werden Sie erfahren, wie 90 % aller Menschen in die Alkoholfalle gelockt werden. Auch Sie trinken nicht aus rationaler Überzeugung, Sie sind zum Alkoholkonsum gedrängt und per Gehirnwäsche verführt worden. Es ist also kein Wunder, dass Sie trinken und damit in der Falle sitzen.
Im Schritt 2 werden wir uns mit den Mechanismen der Alkoholsucht auseinandersetzen. Ihnen wird klar, warum es ohne Hilfe (und sei es mit Hilfe dieser Anleitung) so schwierig ist, aus der labyrintartigen Falle herauszufinden.
Im Schritt 3 wenden wir uns den Werbeversprechen und dem angeblichen Nutzen des Alkoholtrinkens zu. Punkt für Punkt wird jeder angebliche Nutzen widerlegt, der Mythos "Genussmittel" wird entzaubert.
Im Schritt 4 wenden wir uns all den positiven Aspekten zu, die Sie genießen werden, wenn Sie den Alkoholhahn zudrehen.

Damit ist der Boden bereitet für eine realistische Einstellung zum Alkoholkonsum. Sie haben erkannt, dass keinerlei Nutzen für Sie darin liegt, täglich ein hochwirksames Nervengift zu sich zu nehmen. Ohne Alkohol können Sie nur gewinnen.
Sie trinken dann keinen Alkohol mehr und leben alkoholfrei.

(Wer aktuell täglich erhebliche Mengen Alkohol trinkt, sollte wegen der körperlichen Entzugserscheinungen nur unter ärztlicher Aufsicht aufhören - ca. 36 Stunden.)

Ich werde Ihnen beweisen: Wenn Sie alkoholfrei leben, dann verzichten Sie auf nichts: Alkohol ist ein Gift. Es sollte weder in kleinen Dosen noch stark verdünnt konsumiert werden.
Der ganze angebliche Genuss und Nutzen wird uns von einer geldgierigen Alkoholindustrie mit einem wahnsinnigen Werbeaufwand in einer Art Gehirnwäsche eingetrichtert. In Wirklichkeit hat Alkohol keinerlei Nutzen. Deshalb ist es nur konsequent, keinerlei Alkohol zu sich zu nehmen.

 

Schritt 1: Alkoholkonsum ist heute Standard und normal

Alkoholische Getränke schmecken zuerst nicht. Erinnern Sie sich noch, wie Sie Ihr erstes Bier tranken? Es schmeckte bitter und Kinder und Jugendliche mögen in allererster Linie süße Getränke. Aber es galt ja als läppisch, Limonade zu trinken. Man war dann eine Memme.
Der Körper signalisiert eigentlich: Gift - Finger weg! Aber wir überhörten bewusst diese instinktiven Warnungen des Körpers und tranken nach Bier auch noch Wein, der anfänglich nur schrecklich sauer schmeckt. Und Schnäpse - die werden ja auch noch von Intensivtrinkern an den Geschmacksnerven vorbei in den Rachen geschüttet.
Also ganz klar: Alkohol schmeckt anfänglich überhaupt nicht. Und deshalb glauben wir anfänglich auch auf keinen Fall daran, dass wir von "dem Zeug" süchtig werden können.
Allerdings gewöhnen wir den Körper langsam an den Geschmack, denn der Körper hat erstaunliche Fähigkeiten, sich an eine auch schlimme Umgebung anzupassen. Ihr Körper weiß ja nicht, dass Sie von Propaganda und Gruppendruck geleitet sind. Er vermutet, dass Sie nichts anderes zu Trinken bekommen können - und passt sich dem Geschmack langsam an. Mit der Zeit gewöhnen Sie Ihren Körper an den Geschmack. Mit Alkopops und Mixgetränken hat die trickreiche Alkoholindustrie Wege gefunden, diese Geschmacksumbildung teilweise zu umschiffen.
Sie sind also entgegen den Warnungen Ihres Körpers durch gesellschaftlichen Druck zum Alkoholtrinken verführt worden. Es war nicht Ihr freier Entschluss. Es war auch nicht die Macht Ihrer Gene.

Die Werbekampagnen der Alkoholindustrie haben ihr Ziel erreicht. Unsere Gesellschaft hat inzwischen Alkoholtrinken als etwas Normales und Selbstverständliches installiert - obwohl es sich dabei um die Einnahme eines Nervengiftes handelt. Die Alkoholindustrie profitiert nun Hand in Hand mit dem Staat als Steuereinnehmer von den Milliardenumsätzen.
Eine Mammutwerbung betreibt weiterhin Gehirnwäsche, die Ihnen weismachen will, Alkohol schmecke und bringe Vorteile.
Kaum ein Film, in dem sich der Hauptdarsteller keinen Drink einschenkt. Keine Tour de France, kein Autorennen, bei dem nichts später (gesponserte) Sektflaschen spritzen. Keine Feier ohne Alkohol. Kein genussvolles Essen ohne einen "guten" Wein, um den inzwischen schon ein nahezu aberwitziges Brimborium gemacht wird. Kein Geburtstag, kein Jubiläum, kein Silvester bei dem man sich nicht mit Alkohol zuprostet.

Alkohol hat in einem solch gewaltigen Maß Einzug in unseren Alltag gehalten, dass jemand, der keinen Alkohol trinkt, schon wie ein Sonderling betrachtet wird. Kein Wunder also, dass auch Sie sich das Alkoholtrinken angewöhnt haben. Das machen 90 % der Bevölkerung. 
Aber: Sie haben es nicht aus freien Stücken getan. Sie sind in eine geschickt aufgestellte Falle gelockt worden - entgegen den instinktiven Warnungen Ihres Körpers..

 

 

Schritt 2: Alkoholsucht ist eine echte Sucht und keine schlechte Angewohnheit

Sie haben festgestellt, dass Sie Probleme mit der Kontrolle Ihres Alkoholkonsums haben. Sie wollen eigentlich weniger trinken. Hiermit haben Sie die Grenze zwischen gelegentlichem Konsum und der Sucht überschritten.
Glauben Sie nicht, es handele sich nur um eine "Angewohnheit", die man sich nur abgewöhnen muss. Es handelt sich um einen (partiellen) Kontrollverlust - und der ist typisch für eine Sucht.

 

Jetzt haben Sie die Möglichkeit, aus der Falle zu entkommen. Warten Sie nicht, bis Sie noch tiefer abgerutscht sind und es immer schwerer wird!

Die gute Nachricht: Die körperliche Abhängigkeit ist (außer in ganz schweren Fällen) kein Problem. Das Problem liegt vielmehr in der Abhängigkeit davon, das Gefühl der Betrunkenheit zu erleben.  
Und hier liegt auch die Antwort auf die Frage, warum manche Menschen ihr Leben lang nur wenig Alkohol trinken: Diese Menschen erleben das Gefühl der Trunkenheit als unangenehm und hören auf, wenn sie die Wirkung spüren.
Aber die Werbung der Alkoholindustrie arbeitet auch gegen diese Schwelle an. Und wie sich auch der Geschmack umstellen kann, wird auch diese Schwelle mit der Zeit zermürbt. Somit befinden sich letzten Endes alle Alkoholkonsumenten auf einer abschüssigen Bahn.

Durch die Werbebotschaften wurde Ihnen suggeriert, dass Alkohol lustig mache, die Kontaktfähigkeit fördere und Sie ihr Leben mit Alkohol gelassener bewältigen könnten ("entspannt genießen"). Sie gewöhnen sich an dieses Gefühl der Betrunkenheit und wollen es immer wieder und immer öfter erleben. Wie bei jeder Sucht führt das dazu, dass Sie mit der Zeit immer öfter und immer mehr Gift zu sich nehmen, um diese Wirkung zu erleben.

Sie müssen nun den Teufelskreis durchbrechen und die Giftzufuhr stoppen.

Hierzu gehört jedoch Kraft - und diese Motivation können Sie daraus schöpfen, dass Sie sich bewusst machen:
*       
Alkohol hat keine echte positive Wirkung (Schritt 3),
*        Ohne Alkohol winken Ihnen nur gute Aussichten (Schritt 4) 

 

 Schritt 3: Alkohol bringt keinerlei Nutzen oder Vorteile

Machen Sie sich bewusst, dass alle angeblichen Vorteile des Alkoholgenusses in Wirklichkeit nur Illusionen sind:

 

 

Fröhlichkeit
Eine Beschwipstheit ist eine chemisch erzeugt Fröhlichkeit. Sie ist damit unecht und der Situation gar nicht angemessen. Beobachten Sie einmal Kinder, wie sie nach kurzer Zeit miteinander spielen und lachen können. Das können wir Erwachsenen auch. Wir müssen es nur zulassen, ab und zu mal etwas albern zu sein,  unser Gespräch mit Humor zu würzen, Situationskomik zu genießen, auch mal über unsere Fehler lachen können. Wir können uns vornehmen, uns am Leben mehr zu freuen. Wir sind durch Presse und selektive Wahrnehmen viel zu sehr auf Negatives programmiert. Wir sollten täglich üben, uns über unser Leben zu freuen,  auch über Kleinigkeiten: Singende Vögel, ein kleines Lob, ein Geschenk, das wir andern geben.

 

Kontaktfreude
Von Natur aus sind wir mit Instinkten ausgestattet, die eine perfekte Überlebenshilfe darstellen. So ist es ganz natürlich, dass wir anderen Menschen zunächst mit einer gesunden Portion Skepsis begegnen. Sind sie uns wirklich wohlgesonnen? Können wir ihnen vertrauen? Darf ich mich ihnen öffnen? Deshalb sollten wir diese Reserviertheit als gesunde Vorsicht gutheißen. Anders ist es, wenn Sie gerne etwas mehr auf andere Menschen zugehen wollen, Kontakt aufnehmen wollen. Da kann zu viel Angst hinderlich sein. Es handelt sich hier weniger um eine Angst vor einem Angriff - sondern Angst, abgelehnt oder nicht geschätzt zu werden. Hier hilft es, positiv auf sich selbst einzureden und sich Mut zu machen. Auf diesem Weg werden Sie auch das richtige Maß finden.

 

Wenn Sie die Angst dagegen mit Alkohol betäuben, ist es schwer, die richtige Grenze zu finden. Wir kennen doch alle die Leute, die sich unter Alkoholeinfluss zu sehr öffnen. Und Langweiler werden durch Alkohol auch nicht interessant. Sie reden nur mehr von ihrem langweiligen Kram und haben plötzlich den Mut zu verlangen, man solle dem Quatsch auch noch zuhören. 

 

 

Mut
Wie oben schon dargestellt ist es äußerst gefährlich, sich Mut anzutrinken und die als Schutzfunktion vorhandene, natürliche Angst chemisch auszuschalten. Im günstigsten Fall werden Sie sich anschließend nur schämen, im schlimmen Fall haben Sie wichtige Barrieren eingerissen, andere mit Worten oder sogar körperlich verletzt.

 

 

Sorgen und Stress bewältigen
Sie können zwar Ihre Probleme und den Stress für kurze Zeit betäuben. Die Ursachen beheben Sie dadurch jedoch nicht. Im Gegenteil, Sie haben sich durch die chemische Betäubung nur ein zusätzliches Problem zugelegt.
Wenn Sie Stress haben, denken Sie zunächst daran, dass wir heute im Verhältnis zu Tieren in der Natur nur selten lebensbedrohlicher Gefahr ausgesetzt sind. Es droht uns Ärger, finanzieller Verlust. Die Alarmsignale gehen an und normal ist, dass wir uns mit 100 % Konzentration dem Problem zuwenden und es lösen.
Bei Stress müssen wir uns mit vollem Einsatz dem Problem zuwenden. Es gibt natürlich die Situation, dass wir nichts tun können, abwarten müssen. In dieser Zeit neigen wir zum Grübeln ohne in der Sache voranzukommen.

Hier gibt es jedoch einfache und wirksame Techniken der Sorgenbewältigung. Sie sind wirksamer und unschädlich - im Gegensatz zum angeblichen Tröster Alkohol. Drei Techniken zur Sorgenbewältigung, auch zur Bewältigung von Schicksalsschlägen als einfaches Beispiel:

 

1.      Stellen Sie sich den schlimmsten Fall vor, der eintreten kann und finden Sie sich damit ab, das Leben wird dann auch weitergehen. Und nun unternehmen Sie alles, damit dieser schlimmste Fall nicht eintritt.

2.      Leben Sie in zeitdichten Schotten, nur den aktuellen Tag, machen Sie Pläne nur für einen Tag.

3.      Beschäftigen Sie sich, lenken Sie sich ab, unternehmen Sie etwas (Das Buch "Sorge Dich nicht, lebe" von Dale Carnegie liefert eine Fülle von nützlichen Hinweisen und viele Beispiele).

 

 

Gesundheit
Alkohol besitzt nicht die geringste gesundheitsfördernde Wirkung. Schon kleine Mengen sind schädlich.

Angeblich sollen geringe Mengen Alkohol vor Herzinfarkt schützen. In jüngster Zeit wurde jedoch nachgewiesen, dass es sich hier um Forschung handelt, die den allgemeien Qualitätsstandards nicht genügt. Seien Sie skeptisch bei allen Pressemeldungen zu angeblich positiven Alkoholeffekten. Selbstverständlich tut die Alkoholindustrie alles, um positive Forschungsergebnisse hervorzuzaubern. Seriöse Quellen (z. B. die WHO) weisen überzeugend darauf hin: Alkohol ist ein hochwirksames Nervengift, welches auf alle Organe auch in kleinen Mengen nur negative Wirkungen ausübt. Wenn Sie keinen Alkohol mehr trinken, vermisst ihr Körper nichts.

 

 

Schritt 4: Ohne Alkohol werden Sie ein gesundes und glückliches Leben führen

Machen Sie sich klar, welche Vorteile Sie genießen werden, wenn Sie keinen Alkohol trinken:

Sie sind selbstbestimmt und nicht mehr Sklave einer Droge. Sie brauchen kein schlechtes Gewissen mehr wegen Ihres Alkoholkonsums zu haben.
Sie gewinnen Ihre Selbstachtung zurück. Ein Leben mit Alkohol war auch ein Leben mit Lügen. Sie haben sich selbst und Ihre Freunde und Partner belogen. Damit ist jetzt endgültig Schluss.
Tag für Tag werden Sie sich gesundheitlich besser fühlen. Die Tage sind vorbei, an denen Sie morgens mit Kopfschmerzen aufwachten und sich zur Arbeit quälen mussten. Sie erwachen jetzt frisch, ausgeschlafen und tatendurstig.
Sie sitzen abends nicht mehr halbbetäubt vorm Fernsehen und können die Sendungen gar nicht mehr verfolgen. Sie können wieder einen Film oder einen Theaterbesuch genießen.
Regelmäßiger Alkoholkonsum führt zu Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen- und Darmkrebs. Schon geringe Mengen erhöhen den Blutdruck und damit das Schlaganfallrisiko. Die Leber wird geschädigt. Ebenso das Nervenmark; Missempfindungen, Kribbeln, Taubheit bis zu Lähmungen in Armen und Beinen können die Folge sein, auch Krampfanfälle. Von dem Damoklesschwert all dieser Drohungen sind Sie als alkoholfrei Lebender befreit.

Ihre Lebenserwartung wird steigen und all die drohenden Gefahren einer Alkoholabhängigkeit verblassen Tag für Tag: Verlust des Führerscheins, des Arbeitsplatzes, Ihres Partners, Isolierung, Verachtung, Krankheit und Tod. 

 

Wenn Sie überzeugt sind, dass Alkohol Ihnen keinerlei Nutzen bietet und ein Leben ohne Alkohol für Sie ein Schritt in eine glückliche Zukunft ist, dann gehen Sie diesen Schritt heute und sofort. Ansonsten lesen Sie alle Schritte noch einmal durch.

Nehmen Sie sich vor, heute keinen Alkohol mehr zu trinken. Und nehmen Sie sich morgen vor, den morgigen Tag keinen Alkohol zu trinken. Tag für Tag.

 

Rückfallgefahr

Sobald Sie wieder etwas trinken, setzen Sie den Suchtkreislauf wieder in Gang. Glauben Sie mir, probieren Sie es nicht aus. Auch nicht, um sich zu beweisen, dass Sie nicht mehr abhängig sind.

Wenn Sie keinen Alkohol trinken, verzichten Sie auf nichts. Alkohol hat keinerlei Vorteile, sie brauchen nichts und niemandem nachzutrauern. Zumal die unbedenklichen Trinkmengen lächerlich gering sind.

Stoßen Sie bei Feierlichkeiten - gerade auch Silvester! - mit einem Glas guten Saft an. Schon wegen der nichttrinkenden Autofahrer hat heute jeder alkoholfreie Getränke parat.

Wenn Ihnen ein alkoholisches Getränke angeboten wird, sagen Sie einfach: "Ich trinke keinen Alkohol". Sie werden überrascht sein, wie wenige Sie nach dem "warum?" fragen. Denn die meisten Menschen interessieren sich in erster Linie für sich selbst.

 

Was soll ich den anderen sagen?

Wenn tatsächlich mal jemand fragt, warum Sie denn keinen Alkohol trinken, legen Sie sich eine Antwort zurecht, die zu Ihnen passt.


Ich sage meist: "Ich achte jetzt etwas mehr auf mein Gewicht und Alkohol hat viele Kalorien. Für mich ist immer das einfachste "ganz oder gar nicht".

 

Wenn dann noch weiter gefragt wird: "Nicht mal ein Glas?" Sage ich: "Da ich keinen Alkohol mehr trinke, spüre ich die Wirkung sofort, schon bei einem Glas. Ich stoße deshalb mit einem guten Saft an."

 

Eigentlich ist damit für nahezu alle die Angelegenheit erledigt. Ich habe mich nicht als "trockener" Alkoholiker geoutet und die anderen nicht für ihr Trinkverhalten kritisiert. Ich habe für mich so entschieden, da ich weniger Kalorien zu mir nehmen möchte.

 

Das ist dann zwar nicht die ganze Wahrheit, aber ich würde mir schon sehr genau überlegen, wem ich mich vertrauensvoll öffne. Wir leben in einer Welt des Wettbewerbs und auch des Neids und der Missgunst. Es ist heute definitiv so, dass man sich outet, wenn man ein Alkoholproblem zugibt. Zuviel Naivität sollte man sich nicht erlauben.

 

Wenn ich auf der anderen Seite jedoch ernstes Interesse am Thema "Alkohol" erkenne, sage ich offen: "Ich habe festgestellt, dass ich ab und zu doch etwas mehr getrunken hatte, als ich mir vorgenommen hatte. Und für mich ist der einfachste Weg: ganz oder gar nicht."

 

Und wenn dann Neugierde entsteht, wie ich das denn schaffe, ganz ohne Alkohol zu leben, dann spreche ich gern darüber, dass Alkohol ja eigentlich ein reines Nervengift ist. Und dass alles angeblichen Vorteile in Wirklichkeit nicht stimmen, dass man sich sogar an den angeblich guten Geschmack erst mühsam gewöhnen musste.

 

Wenn jemand Sie fragt, ob Sie keinen Alkohol trinken und Sie antworten: "Alkohol ist ein reines Nervengift mit Suchtpotential, man sollte ihn nicht in kleinsten Mengen zu sich nehmen."

 

Dann müssen Sie sich nicht wundern, dass sich die anderen angegriffen fühlen und sich verteidigen. Und gehen Sie davon aus, dass sind nicht diejenigen 50% die ebenfalls keinen oder kaum Alkohol trinken. Verteidigen werden sich die anderen 50 %, die bereits regelmäßig oder gelegentlich zu viel trinken und es eigentlich nur noch nicht wahrhaben wollen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg

 

Ihr Dr. Fred Anton

 

fred.anton@t-online.de

 

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